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Rahmenbedingungen

Mit gutem Beispiel voran radeln: Gemeinden können ihre Vorbildwirkung nutzen, um Radfahren zu fördern. Wie kann eine Gemeinde gute Rahmenbedingungen für das Radfahren schaffen?

Organisationsstrukturen und Vorbildwirkung der Gemeinde

Mit Rahmenbedingungen sind organisatorische Maßnahmen auf Gemeindeebene gemeint. Es geht um die Verankerung von Radverkehr in Gemeindestrukturen und -abläufen.

Was könnten wichtige nächste Schritte in diesem Handlungsfeld sein, die in Abstimmung mit der Gemeindeführung (Bürgermeister:in, Amtsleitung) umgesetzt werden?

Bei uns in der Gemeinde sind Radfahrer:innen willkommen!

Wenn möglichst viele Mandatar:innen und Entscheidungsträger:innen regelmäßig mit dem Rad in der Gemeinde unterwegs sind, schafft das eine positive Atmosphäre. Es zeigt, dass Radfahren in der Gemeinde einen hohen Stellenwert hat. www.fahrradberatung.at/aktionen/gehmeinderadsitzung

Auch gute Radständer direkt vor dem Gemeindeamt senden die Botschaft aus, dass Radfahrer:innen in der Gemeinde willkommen sind.

Grundsatzbeschluss zur Förderung aktiver Mobilität im Gemeinderat

Der Grundsatzbeschluss dokumentiert, dass die Steigerung des Radverkehrs ein überparteiliches Anliegen ist. Darin kann verankert werden, dass der Radverkehr in allen relevanten Ausschüssen systematisch eingebunden und bei Planungen gleichwertig mit anderen Verkehrsarten berücksichtigt wird. Darüber können die Rolle und Zuständigkeiten des/der Radverkehrsbeauftragten klar definiert werden, um dessen/deren Mitwirkung und Einfluss auf die Umsetzung von Radverkehrsmaßnahmen zu stärken.

Klare Zuständigkeiten schaffen und ein offenes Ohr haben

Das Querschnittsthema Radverkehr in allen relevanten Ausschüssen verankern

  • Für Radverkehr zuständige Person(en) in der Gemeindeverwaltung benennen, z.B. für Förderanträge
  • Abläufe definieren, wie Radverkehr berücksichtigt wird, wenn Baumaßnahmen geplant werden
  • Anlaufstelle einrichten, wo Bürger:innen Radverkehrsanliegen einbringen können

Budget für den Radverkehr

Damit Verbesserungen möglich sind, wird die Berücksichtigung des Radverkehrs im Gemeindebudget
empfohlen.

Für die Bewusstseinsbildung wird rund 1 Euro je Einwohner:in und Jahr abhängig von der Gemeindegröße empfohlen.

Für Tausch und Erweiterung von Radabstellanlagen wird eine Budgethöhe im einstelligen Tausend-Euro-Bereich empfohlen, je nach Notwendigkeit bzw. Ausgangslage auch mehr.

Für die Errichtung und Verbesserung von Radinfrastruktur wird eine rechtzeitige Budgetierung im Gemeindehaushalt empfohlen (Budgetvoranschlag, mittelfristige Finanzplanung).

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Weitere Maßnahmenvorschläge im Handlungsfeld Rahmenbedingungen

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  • Klimabündnis Oberösterreich
    Südtirolerstraße 28
    4020 Linz
    Tel.: 0732-772652
    fahrradberatung@klimabuendnis.at

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