Beitrag vom 13. Mai 2026
EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE 2026 in Oberösterreich
Von 16. bis 22. September heißt es wieder: Wege neu denken, ausprobieren und gemeinsam gestalten. Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE findet jedes Jahr im selben Zeitraum statt – mit dem Autofreien Tag am 22. September als Fixpunkt. Auch heuer laden wir Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Betriebe, Organisationen, Vereine und Glaubensgemeinschaften in Oberösterreich dazu ein, mit eigenen Aktionen mitzumachen.
Das Jahresmotto 2026 lautet: „Mobilität für alle Generationen“. Aufbauend auf dem letztjährigen Motto „Mobilität für alle“ rückt die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE heuer faire Mobilität für Menschen jeden Alters in den Mittelpunkt: für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien und Senior:innen. Denn gute Mobilität bedeutet mehr als von A nach B zu kommen. Sie schafft Teilhabe, Begegnung, Gesundheit und Lebensqualität.
Sichere und gesunde Lebensräume durch aktive Mobilität
Ziel der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE in Oberösterreich ist es, sichere und gesunde Arbeits- und Lebensräume durch aktive Mobilität zu fördern. Zu-Fuß-Gehen, Radfahren, öffentlicher Verkehr, Sharing-Angebote, Mitfahrmöglichkeiten und kurze Wege stärken die Selbstständigkeit im Alltag und machen Städte und Gemeinden lebenswerter.
Mit einfachen Maßnahmen können neue Mobilitätsmodelle gemeinsam erprobt werden. So entstehen praktische Erfahrungen, Akzeptanz und neue Ideen für den Alltag. Davon profitiert auch der stationäre Handel: Wenn Ortszentren gut erreichbar sind, Wege kürzer werden und attraktive Alternativen zum Auto sichtbar werden, stärkt das die Nahversorgung vor Ort.
Gerade in Zeiten steigenden Energieverbrauchs und hoher Spritpreise sind lokale, leistbare und klimafreundliche Mobilitätsangebote besonders wertvoll.
Mobilität für alle Generationen: fair, leistbar und verbindend
Mobilität ist eine Voraussetzung dafür, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Wer Schule, Arbeitsplatz, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzt:innen, Vereine oder Freund:innen gut erreichen kann, bleibt selbstständig und eingebunden.
Doch nicht alle Menschen haben dieselben Möglichkeiten. Mobilitätsarmut bedeutet, dass Menschen ihre täglichen Wege wegen fehlender finanzieller Mittel oder mangelnder Verkehrsanbindung nur schwer bewältigen können. Besonders betroffen sind im ländlichen Raum Menschen ohne gutes öffentliches Verkehrsangebot. In Städten betrifft es häufig armutsgefährdete Personen, Kinder, Jugendliche und Senior:innen, für die Angebote zu teuer, unpraktisch oder digital schwer zugänglich sein können.
Gemeinden, Städte, Betriebe, Schulen und Organisationen können hier aktiv gegensteuern: mit guten Fuß- und Radwegen, sicheren Schulwegen, attraktiven Haltestellen, Mitfahrangeboten, Bedarfsverkehren, barrierearmen Informationen und einer starken Nahversorgung. Je kürzer und angenehmer die Wege zu Supermarkt, Apotheke, Kindergarten, Schule oder Arbeitsplatz sind, desto eher werden sie zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlich zurückgelegt.
Straßen und Plätze als Orte der Begegnung
Mobilität verbindet Menschen. Straßen, Plätze und Wege können mehr sein als reine Verkehrsflächen: Sie können Orte der Begegnung, des Austauschs und des Miteinanders sein. Aktionen wie ein Plauderbankerl, ein Mitgehbankerl, eine temporäre Wohnstraße, ein Straßenfest, ein Grätzlfest oder ein autofreier Vorplatz zeigen, wie öffentlicher Raum für alle Generationen erlebbar wird. Solche einfachen Maßnahmen laden dazu ein, ins Gespräch zu kommen, Nachbarschaft zu stärken und neue Perspektiven auf den eigenen Ort zu gewinnen.

Aktive Mobilität stärkt Gesundheit
Zu-Fuß-Gehen und Radfahren fördern Bewegung im Alltag – ganz ohne zusätzlichen Aufwand. Kinder und Jugendliche profitieren von einem aktiven Schulweg: Sie bauen wichtige Muskeln auf, kommen ausgeglichener in der Schule an und können sich besser konzentrieren. Auch Erwachsene und Senior:innen gewinnen durch regelmäßige Bewegung mehr Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität.
Gute Infrastruktur macht den Unterschied. Breite Gehwege, sichere Querungen, gute Beleuchtung, Sitzmöglichkeiten, direkte Wege, Radabstellanlagen und barrierearme Zugänge helfen allen Generationen. Was für Kinderwagen, Rollatoren oder Schulkinder gut ist, macht den öffentlichen Raum für alle angenehmer.
Wer kann mitmachen?
Mitmachen können alle, die in Oberösterreich Mobilität sichtbar, erlebbar und klimafreundlich gestalten möchten:
Gemeinden und Städte, Bildungseinrichtungen, Betriebe, Organisationen, Vereine und Glaubensgemeinschaften.
Möglich sind kleine und große Aktionen: vom Radcheck über den autofreien Schulweg, vom Mobilitätsfrühstück bis zum Straßenfest, von der Gehgemeinschaft bis zur Testaktion für Lastenräder, Öffi-Angebote oder Mitfahrmodelle.
Gemeinsam gilt bei den Social-Media-Aktivitäten einmal mehr der Hashtag:
#MeterMachen
So zeigen wir gemeinsam, wie die Verkehrswende für lebenswerte Städte und Gemeinden gelingen kann.
So seid ihr dabei
Wer bereits ein Konto auf mobilitaetswoche.at hat, kann sich anmelden und die eigenen Aktionen direkt in den Kalender eintragen. Wer noch kein Konto hat, kann sich neu registrieren – das Konto bleibt auch für die kommenden Jahre gültig.
Nach der Registrierung können Aktionen eingetragen und kostenlose Give-aways im Shop bestellt werden. Wichtig: Eine Bestellung im Shop ist nur mit Registrierung möglich.
Give-aways bestellen:
https://www.mobilitaetswoche.at/shop/
Ideen und Aktionsvorschläge entdecken:
https://www.mobilitaetswoche.at/aktionen/
Auch das Klimabündnis Oberösterreich unterstützt gerne beim Ideenschmieden, Planen und Weiterentwickeln von Aktionen.
Gemeindepreis und Sonderpreis für Betriebe OÖ
Wusstest du schon vom Gemeindepreis zur EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE nur für Oberösterreich?
Seit dem Vorjahr vergeben wir in diesem Rahmen auch einen Sonderpreis für Betriebe. In Kooperation mit dem Ressort für Infrastruktur und der LINZ AG sowie den Sponsor:innen Domino-App mit Fluidtime Data/FH OÖ, Innovametall und Ziegler GmbH prämiert das Klimabündnis Oberösterreich jedes Jahr engagierte und innovative Projekte der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE in OÖ. Einreichungen sind bis Ende September 2026 möglich.
Weitere Informationen zu Awards auf Bundesebene und dem European Mobility Week Award: https://www.mobilitaetswoche.at/awards/
Für Fragen zu den Awards und zur Einreichung wende dich gerne an Irene Wögerer.

Aktionen sichtbar machen
Damit eure Aktionen gut beworben werden können, stehen Vorlagen im Branding der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE zum Selbstausfüllen bereit. Die Plakate enthalten Felder für Titel, Datum und Uhrzeit, Adresse und eine kurze Beschreibung der Aktion.
Downloads:
Irene Wögerer
Europäische Mobilitätswoche, Regionaltreffen, Online Jour-fixe
E-Mail: irene.woegerer@klimabuendnis.at
Telefon: 0660-3577229