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Bewusstseinsbildung

Eine Änderung des Verkehrsverhaltens beginnt im Kopf!

Bewusstseinsbildung meint, Radfahren als Alltagsverkehrsmittel bei der Bevölkerung bekannt zu machen und über die Vorteile des Radfahrens zu informieren. Das kann beispielsweise durch Radinfos in Gemeindemedien, Veranstaltungen, Rad-Aktionen oder Workshops geschehen.

Bewusstseinsbildung ist wichtig, um die Sichtbarkeit des Radverkehrs in der Gemeinde und die Akzeptanz und Motivation in der Bevölkerung zu steigern. Durch Bewusstseinsbildung soll die Bevölkerung dafür sensibilisiert werden, welchen wichtigen Beitrag Radfahrende für die Lebensqualität in der Gemeinde leisten und dass sie gleichwertige Verkehrsteilnehmer:innen sind. Da die österreichische Gesellschaft vielfältig und divers ist, wirkt Bewusstseinsbildung am besten, wenn sie auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zugeschnitten wird.

Mittels Bewusstseinsbildung wird ein positives Bild des Radfahrens vermittelt. In einem Umfeld, in dem Rad­fah­ren wert­ge­schätzt wird, fällt es Men­schen ein­fa­cher, sich für das Fahr­rad zu ent­schei­den. Ein fahr­rad­freund­li­ches Umfeld ist daher ein ent­schei­den­der Schlüs­sel dafür, dass Menschen in ihrem All­tag moti­viert und selbst­be­wusst mit dem Fahr­rad mobil sind. Wenn die Wertschätzung allerdings nur über die Kommunikation ausgedrückt wird und nicht auch durch fahrradfreundliche Rahmenbedingungen und Infrastruktur, wird die Bevölkerung wohl den Eindruck bekommen, dass die Wertschätzung nicht ernst gemeint ist.

Tipp: Plane die Bewusstseinsbildung mit Zuständigen aus der Gemeinde: Wann, in welchem Rhythmus und über welche Kommunikationskanäle sollen welche Informationen kommuniziert werden? Gibt es ein wiederkehrendes Motto bzw. Design? Wie will man die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen erreichen? Stelle immer einen Bezug zur Gemeinde her.

Beispiele für bewusstseinsbildende Maßnahmen

  • Eigene Kommunikationsstrategie für das Radfahren
  • Regelmäßige Radinfos in der Gemeindezeitung (z.B. Radtipps, Routen-Empfehlungen, Interviews mit Alltagsradfahrer:innen in der Gemeinde, Infos über neue Radwege oder geplante Verbesserungen für das Radfahren in der Gemeinde, Mindest-Abstand beim Überholen von Radfahrenden,…)
  • Teilnahme an Aktionen der FahrRad Beratung OÖ:
  • Mobilitätsmanagement für Bildungseinrichtungen
  • Verkehrserziehung in Bildungseinrichtungen
  • Für 4. Schulstufe freiwillige Radfahrprüfung organisieren
  • Ernennung von Radbotschafter:innen: Verschiedene Menschen aus der Gemeinde vorstellen, die gerne Radfahren
  • Transportrad-Verleih organisieren
  • Eigene Radkarte für die Gemeinde erstellen, mit geeigneten Alltagsrouten, Distanzen und durchschnittliche Fahrzeiten per Rad
  • Aktion zum Radfahren für Schulkinder entwickeln
    z.B: Fahrradfest rund um die freiwillige Radfahrprüfung, inkl. Elterninformation zu Bewegung und zum Radfahren
  • Radtrainings und Radworkshops für verschiedene Zielgruppen
  • Regelmäßiger Rad-Treffpunkt, z.B. Fahrrad-Stammtisch
  • Radfahren bei Festen und Veranstaltungen einbauen – z.B. Anreise in Form einer Radparade, Freigetränk für Anreise per Rad, mobile Radständer,…
  • Radinformationen oder Radtouren für neu Zugezogene …  

  • Kontakt

  • Klimabündnis Oberösterreich
    Südtirolerstraße 28
    4020 Linz
    Tel.: 0732-772652
    fahrradberatung@klimabuendnis.at

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