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Klimaziele und Mobilität

Es geht um unsere Lebensgrundlagen

Der Weltklimavertrag, beschlossen auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris, sieht die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2° im Vergleich zur vorindustriellen Zeit vor. Angestrebt wird ein 1,5°-Ziel, was laut Wegener Center in Österreich eine Reduktion der Treibhausgase um 90 bis 95 Prozent bis 2040 (ggü. 1990) bedeutet, d.h. annähernd Zero Emission im Sektor Verkehr!

Im österreichischen Regierungsprogramm der Periode 2020-2024 ist verankert, dass Österreich im Einklang mit den Zielen der Europäischen Union spätestens bis zum Jahr 2040 klimaneutral und bis zum Jahr 2050 energieautonom werden soll. Der Verkehrssektor ist ca. für ein Drittel der Treibhausgasemissionen in Österreich verantwortlich.
Eine sofortige massive Reduktion der Emissionen im Verkehr ist erforderlich, um die Klimaziele noch erreichen zu können.

Gehen und Radfahren ist emissionsfrei und braucht weniger versiegelte Flächen. Das Fahrrad hat auch als Zubringer zu Haltestellen des öffentlichen Verkehrs großes Potenzial.

Jede und jeder Einzelne kann durch eine Änderung der Mobilitätsgewohnheiten viel bewirken: indem kurze Distanzen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und weitere Strecken, wo möglich, mit dem Zug oder Bus bzw. in Kombination von Rad und öffentlichem Verkehr gefahren werden. Nach wie vor sind rund 40 % der Autofahrten kürzer als 5 km, es besteht also ein hohes Potenzial zum Umsteigen auf das Fahrrad bzw. zum zu Fuß gehen.

Damit individuelle Mobilitätsentscheidungen für Radfahren und Gehen für die breite Masse möglich und attraktiv werden, braucht es geeignete Rahmenbedingungen. Schaffen Entscheidungsträger:innen in Bund, Land und Gemeinden Infrastrukturen, die das Radfahren, Gehen und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs attraktivieren, fällt die individuelle Entscheidung gegen das Auto leichter. Damit mehr Menschen auf Rad umsteigen braucht es schnelle, direkte und sichere Wege nicht nur für den PKW, sondern vor allem für den Radverkehr.


Klar ist: die Klimaziele sind ohne eine Mobilitätswende nicht erreichbar.

Dabei muss das Radfahren und Gehen eine ganz zentrale Rolle spielen: als Basismobilität für kurze und mittlere Wege und als Zubringer für den öffentlichen Verkehr. Der hohe Stellenwert des Radfahrens und Gehens birgt die Chance, dass der öffentliche Raum in Ortszentren und Städten lebenswerter wird. Wenn es weniger Fahrspuren und weniger Parkplätze braucht, entsteht Platz für Aufenthaltsmöglichkeiten und für mehr Grün. Geeignete Infrastrukturen ermöglichen diesen Mobilitätswandel.

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  • Klimabündnis Oberösterreich
    Südtirolerstraße 28
    4020 Linz
    Tel.: 0732-772652
    fahrradberatung@klimabuendnis.at

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