Beitrag vom 26. Mai 2026
Rücksicht durch Abstand – Messung in Wilhering
Wie viel Platz bleibt Radfahrenden im Straßenverkehr tatsächlich? Dieser Frage ging die Initiative „Rücksicht durch Abstand“ am 26. Mai 2026 in Wilhering nach. Auf der Linzerstraße und der Mühlbachstraße wurde bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h der seitliche Überholabstand von Kraftfahrzeugen gegenüber Radfahrenden gemessen.
Insgesamt wurden 171 Fahrzeuge erfasst, darunter fünf LKWs, ein Kleinlaster sowie ein Linienbus. Die Auswertung zeigt, dass die große Mehrheit der Verkehrsteilnehmenden den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern einhielt: 142 Fahrzeuge beziehungsweise 83 Prozent überholten mit ausreichend Abstand.
Gleichzeitig wurden jedoch 29 Überholvorgänge registriert, bei denen der gesetzliche Mindestabstand unterschritten wurde. Das entspricht 17 Prozent aller gemessenen Fahrzeuge. Besonders kritisch war der geringste gemessene Abstand von lediglich 76 Zentimetern – ein Wert, der das Gefährdungspotenzial zu knapper Überholmanöver deutlich macht.
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Lenkerinnen und Lenker bereits rücksichtsvoll unterwegs sind. Dennoch kann jeder zu geringe Überholabstand für Radfahrende eine gefährliche Situation darstellen. Ausreichender Seitenabstand erhöht nicht nur die tatsächliche Sicherheit im Straßenverkehr, sondern stärkt auch das Sicherheitsgefühl der Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Unterstützt wurde die Aktion von der KEM-Kürnbergwald, welche die Kosten für den Banner übernommen hat.