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Verkehrsberuhigung

Verkehrsberuhigung hat vielfältige Vorteile für Gemeinden und deren Bewohner:innen. Sie steigert die Lebensqualität, fördert die aktive Mobilität aller Altersgruppen und macht den öffentlichen Raum sicherer und attraktiver. Verkehrsberuhigte Ortszentren werden lebendiger, was nicht nur den Menschen, sondern auch dem lokalen Handel zugutekommt.

Mehr Lebensqualität für alle

Verkehrsberuhigung schafft lebendige, grüne und sichere Orte

Verkehrsberuhigte Zonen bieten allen Bewohner:innen die Möglichkeit, Alltagswege sicher und aktiv zurückzulegen. Durch die reduzierte Verkehrsdichte und geringere Geschwindigkeiten entsteht ein Raum, in dem Menschen einander begegnen und sich spontan austauschen können. Grünflächen können ausgebaut und der öffentliche Raum so gestaltet werden, dass er Menschen zum Verweilen und Spielen einlädt.

Instrumente der Verkehrsberuhigung

Es gibt verschiedene Maßnahmen, um Verkehrsberuhigung zu erreichen und den öffentlichen Raum für alle zugänglicher zu machen:

  • Schulstraßen: Autofreie Zonen zu Schulbeginnzeiten, um den Schulweg sicherer zu gestalten.
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  • Wohnstraßen: Straßen, in denen Fußgänger:innen Vorrang haben und Fahrzeuge nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen.
  • Begegnungszonen: Verkehrsberuhigte Bereiche mit Tempo 20, in denen alle Verkehrsteilnehmer:innen gleichberechtigt sind und die Aufenthaltsqualität im Vordergrund steht.
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  • Tempo 30: Temporeduktion im gesamten Ortsgebiet oder in ausgewählten Bereichen, um Sicherheit und Lebensqualität zu erhöhen.
    Mehr zu Tempo 30
  • Fahrradstraßen: Eigens für den Radverkehr vorgesehene Straßen, auf denen Autos nur das Zu-, Abfahren und Queren erlaubt ist. Radfahrer:innen dürfen nebeneinander fahren. Für alle Fahrzeuge gilt Tempo 30.
    Mehr zu Fahrradstraßen

Gestalterische Aspekte

Um den öffentlichen Raum attraktiv zu gestalten, können verschiedene Qualitäten gefördert werden:

  • Beschattung: Begrünte Bereiche und Bäume sorgen für angenehme Bereiche zum Verweilen, besonders an heißen Tagen, die aufgrund des Klimawandels immer häufiger werden.
  • Entsiegelung: Die Rückführung versiegelter Flächen in naturnahe Bereiche verbessert die Wasseraufnahme und das Mikroklima.
  • Rasten und Spielen: Möglichkeiten zum Verweilen und Spielen fördern die Begegnung und tragen zu einem lebendigen Ortsbild bei.

Strategischer Umgang mit Parkplätzen

Durch die Reduktion von Parkplätzen im Straßenraum kann der Platz für andere Nutzungen wie Grünflächen, Fuß- und Radwege oder Begegnungszonen gewonnen werden. Die Umnutzung von Parkflächen schafft Raum für Menschen und fördert eine höhere Aufenthaltsqualität. Zudem kann durch die Schaffung von zentralen Sammelparkplätzen am Rand des Ortszentrums der Verkehr reduziert und der Ortskern oder die Innenstadt attraktiver gestaltet werden.

  • Kontakt

  • Klimabündnis Oberösterreich
    Südtirolerstraße 28
    4020 Linz
    Tel.: 0732-772652
    fahrradberatung@klimabuendnis.at

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